Wir sind es gewohnt, einen Topf auf die Herdplatte zu stellen, diese einzuschalten und danach darauf zu warten, dass sich zuerst die Platte oder auch das Ceranfeld, dann der Topf und letztlich das in ihm befindliche Gargut erwärmt. Mit der Induktionstechnik wird einer dieser drei Schritte übersprungen. Das Erwärmen der Herdplatte oder des Kochfeldes entfällt.

Induktionstöpfe

Der Topf wird direkt erwärmt, das Kochfeld selbst bleibt kalt. Das spart Energie, erhöht die Sicherheit im Haushalt und ist schneller als die herkömmlichen drei Schritte, übrigens auch schneller als mit Gas als Energiequelle. Damit elektrotechnische Induktion funktionieren kann, müssen die verwendeten Töpfe und Pfannen Eisen enthalten. Erst dann sind sie als Induktionstöpfe für ein Induktionskochfeld geeignet.

Was ist anders bei Induktionstöpfen?

Induktion funktioniert, indem Magnete in einem elektrischen Feld bewegt werden, wodurch Wirbelströme entstehen, die wiederum Eisenmoleküle in Schwingung versetzen. Diese schwingenden oder tanzenden Eisenmoleküle geben Wärmeenergie ab und erhitzen so den Induktionstopf oder die Induktionspfanne. So ganz nebenbei, die Sache mit den schwingenden Eisenmolekülen wurde schon vor über 170 Jahren von einem gewissen Michael Faraday entdeckt.

Ein Induktionstopf muss also Eisen enthalten, wobei es jetzt noch ein bisschen komplizierter wird, denn Eisen ist nicht gleich Eisen. So enthalten bestimmte Edelstahlsorten auch Eisen, jedoch sogenanntes gerichtetes Eisen. Damit funktioniert es nicht. Andere Edelstahlsorten enthalten wiederum ungerichtetes Eisen, damit funktioniert es. Keine Sorge, Sie müssen nun kein Studium der Metallurgie antreten, um die richtigen Induktionstöpfe für Ihre Induktionskochplatte zu finden. Hier erfahren Sie, worauf es zu achten gilt und es ist viel einfacher, als Sie nach diesem Minikurs in Elektrotechnik denken.

Welches Geschirr ist für eine Induktionskochplatte geeignet?

Der einfachste Weg, um zu erkennen, ob sich ein Topf, eine Pfanne oder auch ein Bräter für ein Induktionskochfeld eignet, ist der Magnettest. Halten Sie einen kleinen Magneten, etwa ein Kühlschrankmagnet, an die Unterseite des Topfes. Wird der Magnet vom Metall des Topfes angezogen, ist dieses Geschirr für Induktion geeignet. Bei einem Online-Kauf funktioniert der Magnettest natürlich nicht. Da müssen Sie auf die Beschreibung des Herstellers achten, ob das Geschirr für Induktion geeignet ist.

Aber auch Aluminium ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Metall für Kochgeschirr jeder Art. Aluminium ist aufgrund fehlenden Eisens nicht magnetisch. Jedoch haben sich viele Hersteller von Aluminium-Kochgeschirr längst auf den Trend hin zur Induktion eingestellt und statten ihre Produkte mit einem sogenannten Sandwichboden aus. Dabei wird in den Boden des Topfes oder der Pfanne ein Eisen- oder Stahlkern eingearbeitet und schon funktioniert das mit der Induktion.

Wenn ich aber mein nichtmagnetisches Geschirr behalten will?

Wer zwar ein Induktionskochfeld sein oder ihr Eigen nennt, aber auch noch neben Induktionstöpfen nichtmagnetisches Kochgeschirr besitzt, kann dieses mithilfe einer Induktionsadapterplatte weiter nutzen. Diese Platte wird einfach auf das jeweils genutzte Kochfeld gelegt und der Topf darauf gestellt. Es ist aber eher eine Behelfslösung, die etwas mehr Energie verbraucht und auch mehr Zeit beim Erhitzen des Gargutes abverlangt als gleich einen Induktionstopf zu nutzen.

Wirklich schwierig bis unmöglich wird es in Sachen Induktion bei Töpfen aus Glas, Ton oder Keramik. Da diese meist sehr dicke Wände und Böden haben, braucht es sehr lange, bis die erhitzte Induktionsadapterplatte die Wärme an das Gargut bringen kann. Anders ist dies wiederum bei Brätern aus Gusseisen wie etwa eine Cocotte.

Gusseisen ist bestens für Induktion geeignet.

Induktionstöpfe aus Gusseisen, womit alle gusseisernen Töpfe und Pfannen gemeint sind, selbst wenn sie 100 Jahre alt sind, passen ideal zu Induktionskochfeldern. Der Grund hierfür liegt in der hohen Wärmespeicherfähigkeit von Gusseisen. Der mittels Induktion erhitzte Topf hält die Wärme sehr lange und lässt das Gargut weiter köcheln oder schmoren, auch wenn das Kochfeld abgeschaltet wurde. Erfahrene Köche und Köchinnen können damit umgehen, sparen Energie und zaubern sehr leckere Gerichte.

Gusseisen ist und war der Vorläufer des geschmiedeten Eisens und damit auch des Stahls und letztlich des Edelstahls, einem Metall, aus dem heute viele Induktionstöpfe gefertigt werden.

Edelstahlgeschirr für Induktion – was geht und was nicht?

Während früher Kochgeschirr überwiegend aus nichtmagnetischem, austenitischem Edelstahl gefertigt wurde, kommt heute oft magnetischer, ferritischer Edelstahl zum Einsatz, der Induktion sei Dank. Auch Induktionstöpfe aus Edelstahl besitzen eine relativ gute Wärmespeicherfähigkeit, jedoch nicht in dem Umfang wie Gusseisen, weil sie dünnwandiger sind. Es gibt aber Hersteller, die Induktionstöpfe mit extra dickem Stahlboden fertigen, um den Effekt der Wärmespeicherung zu nutzen.

Töpfe und Pfannen aus Kupfer, für Induktion geeignet, oder nicht?

Nach Silber besitzt Kupfer von allen bekannten Metallen die beste Wärmeleitfähigkeit, weshalb Töpfe und Pfannen aus Kupfer gerade bei Profiköchen hoch im Kurs stehen. Nur enthält Kupfer kein Eisen und ist darum nur dann als Induktionstopf oder Induktionspfanne geeignet, wenn er über einen Sandwichboden mit Stahlkern verfügt.

Diese Modifikation verbessert die Eigenschaften eines Kupfergeschirrs sogar noch. Denn jetzt paart sich die gute Wärmespeicherfähigkeit des Eisens im Boden mit der sehr guten Wärmeleitfähigkeit des Kupfers in den Topfwänden. Das bezieht sich nicht nur auf Induktionskochfelder, sondern auf alle anderen zur Verfügung stehenden Energieformen.

Somit wäre im Prinzip der ideale Topf oder die ideale Pfanne für Induktion gefunden, wären da nicht die Kosten für so einen Kupfertopf mit Sandwichboden. Trotzdem sollten sich leidenschaftliche Hobbyköche zumindest einen solchen Topf und eine Pfanne zulegen. Perfekter lässt sich Wärmeenergie während des Kochens oder Bratens gerade bei sehr empfindlichen Speisen nicht kontrollieren.

Induktionstöpfe – in der Regel rundum robust

Über Dinge wie Spülmaschineneignung oder nicht heiß werdende Griffe muss bei guten Induktionstöpfen kaum geredet werden. Das wird einfach vorausgesetzt und die Hersteller halten sich daran. Wenn es ein Diskussionsthema gibt, dann eines, das nicht nur Induktionstöpfe betrifft. Das sind die gerne angebotenen Deckel aus Glas. So chic es sein mag, die allermeisten Kochtopfsets beinhalten Glasdeckel, die nicht bruchfest sind. Einmal kurz aus der Hand geglitten und schon ist der Spaß am Kochen eingetrübt.

Induktionskochtöpfe

Clevere Köche und Köchinnen legen sich für ihre Induktionstöpfe lieber gleich einen Überkochschutz zu. Eigentlich ist es erstaunlich, das eine derartig gute Idee nicht viel weiter verbreitet ist.

Fazit Induktionstöpfe – worauf sollte man achten?

Heute ist es fast schwieriger, Töpfe und Pfannen zu erwerben, die nicht für Induktion geeignet sind, als solche, die es sind. Induktionstöpfe und Pfannen gibt es in allen Größen und Formen, vom klassischen Rundtopf über Vierecktöpfe bis zur Kasserolle. Edelstahltöpfe mit Sandwichböden dominieren hierbei das Angebot, gefolgt von Aluminium, emaillierten Stahltöpfen, Gusseisen und natürlich Kupfer.

Es ist einfach eine Frage des Anspruchs an sich selbst, welche Induktionstöpfe in die engere Wahl kommen. Wer nur hin und wieder das Induktionskochfeld nutzt, wird mit Standard-Induktionstöpfen vollauf zufrieden sein. Dazu ist das Angebot an Induktionstöpfen zwischenzeitlich so reichlich und auch qualitativ so gut, dass beim Kauf kaum etwas falsch gemacht werden kann, wenn Sie die hier aufgeführten Tipps beherzigen.

Letzte Aktualisierung am 15.09.2026 um 08:38 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API