Traditionelles und gesundes Kochen auf der heißen Grillplatte [übersetzt Teppanyaki]

Waren es spanische Seefahrer oder japanische Einwanderer Nordamerikas, die als Ideengeber für das Grillen auf einer heißen Eisenplatte verantwortlich zu machen sind?

Teppanyaki Grill

Beides ist denkbar, leider fehlen jedoch die Beweise. Egal – ein Koch im japanischen Kobe war der Erste, der Speisen in einem Restaurant auf einer heißen Platte (Teppanyaki Grill) vor seinen zufriedenen Gästen zubereitete und damit einen großen Erfolg feierte.

Die Idee breite sich rasch im gesamten Land der aufgehenden Sonne aus und schwappte dann weiter nach Europa und Nordamerika. Dort etablierten sich nach und nach auf Teppanyaki spezialisierte Restaurants. Auch Küchen- und Grillgerätehersteller haben diesen Trend entdeckt und liefern mittlerweile passgenaue Lösungen für Profis und Gelegenheitsgriller.

Gesundes Grillen auf dem Teppanyaki Grill?

Laut einem japanischen Teppanyaki-Meisterkoch ist das Grillen auf der heißen Platte gesund, da nur wenig Fett gebraucht wird. Durch die kurze Zubereitungszeit auf der Grillplatte werden gesunde und frische Lebensmittel schonend und bekömmlich zubereitet. Die Vitamine und Nährstoffe bleiben so in den Zutaten besser erhalten und können dann von unserem Organismus aufgenommen und verarbeitet werden.

Was ist der japanische Grilltrend „Teppanyaki“ nun genau?

Gegrillt wird entweder im Restaurant, direkt vor den Gästen, oder zu Hause auf einer mobilen Teppanyaki Grillplatte – ganz gleich ob in der Küche, auf dem Balkon oder der Terrasse. Der Charme ist, wie man es auch vom Raclette- oder Fondue-Kochen her kennt, dass man mit Familie, Freunden oder Bekannten unterhaltsame Stunden, während dem Kochen und gemeinsamen Essen verbringen kann.

Für den ungetrübten Grillgenuss zu Hause empfiehlt sich ein exakt wärmeregulierbares Mehrzonentemperaturgerät mit einer glattpolierten Edelstahloberfläche. Ein Teppanyaki-Grill, mit einer Leistungsaufnahme von 2.000 Watt (ebenso wie bei einer Kochplatte) und einer maximalen Grilltemperatur von 250° C, das an eine haushaltsübliche Steckdose angeschlossen wird, ist völlig ausreichend.

Eine um das Kochfeld laufende Rille hilft überschüssiges Fett und Bratenreste aufzufangen. Ein Paar Spachteln und eine Gloche (Garglocke) sind hilfreiche Kochutensilien, die beim Grillen mit dem Teppanyaki nicht fehlen dürfen. So können Fleisch, Fisch und Gemüse, aber auch Meeresfrüchte, bei unterschiedlichen Temperaturen garpunktgenau und gleichzeitig zubereitet und warmgehalten werden.

Was kostet eine Grillplatte?

Erhältlich sind gute Grillplatten bereits für wenige hundert Euro. Sie sind ausreichend für das gelegentliche Grillen zu Hause. Wer in den Profibereich einsteigen möchte, kann auch mehrere tausend Euro für ein Grill ausgeben. Die günstigsten Modelle gibt es bereits ab 30 Euro – wobei günstig (mit Angeboten wie bei blitzdeals.de lässt sich zusätzlich Geld sparen) nicht immer gut bedeutet. Daher sollte nicht nur der Preis bei einem Kauf berücksichtigt werden (mehr dazu).

Teppanyaki Grills gibt es auch mit einer Teflonbeschichtung. Hiervon ist jedoch abzuraten, da eine Teflonbeschichtung nicht für hohe Temperaturen und das Grillen mit Metallspachteln geeignet ist. Hier löst sich die Beschichtung schnell ab.

Das richtige Öl (Fett) für den Teppanyaki Grill

Man startet für die Zubereitung von Rindfleisch, Filet, Entrecôte oder Hühnchenfleisch mit einem auf 180° – 210° C erhitzten Grill. Für Bratkartoffeln kann das Gerät auf bis zu 220°C reguliert werden. Das Verwenden weniger Tropfen Raps-, Sonnenblumen- oder Sojaöl, aber auch Brat- oder Woköl, verhindert das Anbrennen der Speisen.

Auf keinen Fall sollte Olivenöl verwendet werden, da dieses Öl höhere Temperaturen nicht verträgt und dadurch gesundheitsschädlich wirken kann. Mit den beiden Kochspachteln kann die Grillmeisterin oder der Grillmeister sicherstellen, dass das Grillgut schnell und sicher gewendet werden kann. Wenn man möchte, können diese Werkzeuge auch dazu verwendet werden, die Zutaten auf der Grillplatte noch weiter zu zerkleinern.

Welche Gerichte werden auf der Grillplatte zubereitet?

Typisch japanische Gerichte bestehen oftmals aus gegrilltem Rindfleisch, Fisch oder Muscheln. Auch Tofu, Mochi, ein Reiskuchen, oder Algen werden gerne auf Teppanyakis zubereitet. Japaner veredeln während des Grillprozesses ihre Speisen mit einer speziellen Sojasauce (Teriyaki), die Ingwer, Mirin, Sake und Zucker oder Honig beinhaltet.

Diese Soße bietet neben dem Geschmack die Eigenschaft, dass durch den Zuckeranteil und die Hitze beim Grillen das Grillgut zusätzlich karamellisiert wird. Nur Vorsicht, die Soße sollte nicht zu lange auf der heißen Grillplatte verbleiben. Sie verbrennt sonst und entwickelt unangenehme Bitterstoffe.

Teppanyaki Grillplatte

Weitere typische Teppanyaki-Gerichte sind Okonomiyaki und Monjayaki. Diese Teigfladen bestehen aus den Grundzutaten Wasser, fein geschnittene Streifen Grünkohl, Mehl, Ei und Dashi, ein Sud aus Tang und Bonitoflocken oder Sojasauce. Gerne werden weitere Zutaten gleich beigemischt oder extra angebraten und über die fertigen Fladen gestreut.

Auch können vorgekochte Weizen- oder Buchweizennudeln (Ramen/ Soba) auf dem Teppanyaki angebraten werden oder man lässt die Nudeln in Ei stocken. Weitere, feingeschnittenen Zutaten können nach Herzenslust und mit einer Yakisoba-Sauce (verfeinerte Sojasoße) serviert werden.

Leichte Reinigung des Teppanyaki

Die Reinigung eines Edelstahl Teppanyakis ist verhältnismäßig leicht, hygienisch und umweltfreundlich. Zitronenwasser, ein Tuch und eine Kochspachtel reichen dafür aus. Alle groben Speisereste auf dem Kochfeld werden mit der Spachtel und ein paar Tropfen Zitronenwasser gelöst und anschließend mit einem Tuch aufgenommen. Anschließend das Kochfeld mit Zitronenwasser abwischen, trocknen und fertig.

Bei einem Teppanyaki aus Chrom sollte, aufgrund des empfindlicheren Materials, auf spitze Gegenstände wie Spachtel oder gar Messer verzichtet werden. Scheuermittel und Stahlwolle sind ebenfalls ein No-Go bei Chrom.

Die Alternative – Toban Yaki

Neben Teppanyaki gibt es aber auch eine weitere, traditionelle japanische Speisenzubreitung. Toban Yaki ist eng mit Teppanyaki verwandt. Bei Toban Yaki wird anstelle der heißen Edelstahlplatte, eine Keramikplatte verwendet. Diese bietet den Vorteil, dass Sie länger warmhält.

Wie auch immer man diesem Grilltrend begegnen möchte, unabhängig davon ob im Kuschelpulli in der Küche oder im Sommerkleid oder in Bermudashorts auf dem Balkon, klassisch zur japanischen Kultur passend, im Kimono, mit einer frischen Limonade, einem kühlen Bier oder einem Glas Wein als Getränk – empfehlenswert ist er allemal.